TV Sterkrade West vs. TB Osterfeld Mixed I 2:3 (26:24, 25:15, 16:25, 17:25, 12:15)
Einen Abend voller Nervenkitzel erlebten die Osterfelder und ihre Gastgeber aus Sterkrade im zweiten Aufeinandertreffen der Mannschaften in dieser Saison. Und das lag nicht nur daran, dass die Spiele aufgrund der festen Schließungszeiten der GSO-Halle grundsätzlich um 22 Uhr beendet sein müssen.
Nach 0:2 Rückstand konnten in der lauf- und kampfintensiven Partie auf gutem Niveau die Hobby I das Spiel noch drehen und mit einem Tie-Break-Sieg nach Hause gehen.
Die Mixed I kennt die in Osterfeld gelegene Halle natürlich gut, zu dem kommt man mit dem Gegner auch aufgrund von Begegnungen bei Hobbyturnieren prima aus. So war die Atmosphäre von Anfang an sehr fair, obwohl das Spiel gerade im ersten Satz umkämpft und eng war. Dabei zeigten die Sterkrader, dass ihre "starting six" ein hohes Niveau abliefern kann. Gegen unermüdliche Abwehr- und Laufarbeit und druckvollen Angriffen mussten die Gäste aus Osterfeld wirklich auch alles geben, um einen würdigen Gegner abzuliefern. Aber entgegen der schon in dieser Saison berüchtigten Tiefschlafphasen der Hobby I im ersten Satz, zeigte man selbst auch einen couragierten Auftritt. Diesen ersten Satz mit langen Ballwechseln und tollen Szenen bei allen Beteiligten hatten eigentlich beide Mannschaften verdient. Im Endeffekt vergaben die Hobby I im Kopf-an-Kopf-Rennen zum Ende des Satzes einen Satzball, der TV Sterkrade-West nutzte seinen Satzball zwei Punkte später.
Ein Spielertausch schien nicht notwendig zu sein, war es doch eine ordentliche Leistung bis dahin. Leider fingen sich die Osterfelder direkt zu Beginn eine Aufschlagserie... und auch wenn es der konstant stärkste Aufschläger auf Sterkrader Seite war - das 0:5 war zu hoch und führte in der Folge zu einem kleinen Bruch. Denn nach dem rückeroberten Punkt gab es ein paar Mal dasselbe Spielchen: die eigene Initiative wurde durch fahrlässige Fehler aus der Hand gegeben und man fing sich wieder ein paar Punkte, weil Annahme und Abstimmung nicht mehr passte. Der Abstand wurde immer größer, in der Folge wurden dann auch Angriffsaktionen mitunter überhastet vom Turnerbund abgeschlossen, so dass so manch langer Ballwechsel unnötig "vergebliche Müh´" war. Sterkrade-West spielte den Satz weiter konstant auf gutem Niveau und nahm die Geschenke dankend an. Trainer Pfiff tauschte zum letzten Drittel des Satzes mit einem Doppelwechsel den Schwerpunkt der Formation. Auch wenn dieser Wechsel keine entscheidende Wende mehr bringen konnte, konnte der Turnerbund sich schonmal für den nächsten Satz einspielen, was durchaus sich als Vorteil erweisen sollte.
Dieser verlief nämlich dann nahezu gespiegelt zu dem vorherigen ab, also zum Vorteil für Osterfeld.
Der Gastgeber tauschte nach zwei gewonnen Sätzen und einem insgesamt kräftezehrenden Spiel zwei ihrer "starting six" aus. Da nur zwei Auswechselspieler zur Verfügung standen, die zwar sportlich sind, aber noch keine jahrelange Erfahrung im Volleyball haben, häuften sich auf Sterkrader Seite nun die Eigenfehler. Interessanterweise auch bei den Stammkräften, so dass die nun oftmals clever spielende Hobby I den Satz konzentriert und verdient holte. Der Turnerbund hatte an diesem Spieltag einen recht breiten Kader zur Verfügung, so dass Trainer Pfiff auch punktuell wechseln konnte. Wahrscheinlich ein weiterer Vorteil, denn das Spiel blieb intensiv und die wieder auf dem Feld stehenden Stammbesetzung des TV Sterkrade West kam Stück für Stück auch an körperliche Grenzen. So hatten die Gäste aus Osterfeld im vierten Satz meist knapp die Nase vorn. Auch wenn die Spieler insgesamt (meist) einen gutes Spiel aufs Feld gebracht haben, ist hier Nele im besonderen zu erwähnen. Nicht nur hat sie die etwas ungewohnte Rolle als Mittelblockerin prima angenommen, im vierten Satz hat sie als Jüngste im Team als es Richtung "Crunchtime" ging praktisch ohne Nerven eine Aufschlagserie hingelegt, die den Sterkradern in diesem Satz wohl "den Zahn gezogen hat".
Mit entsprechenden Rückenwind konnte der Turnerbund Osterfeld dann auch in den Tie-Break gehen und dies auch in eine komfortable Führung bis zum Seitenwechsel ummünzen.
Respekt an den Gastgeber der wirklich großartigen Einsatz trotz Erschöpfung und klaren Rückstand zeigte - zum Ende zeigten sich zwar auch ein Unkonzentriertheiten auf Osterfelder Seite, der Tie-Break und damit zwei Punkte konnte man aber damit holen.
Das Spiel konnte praktisch pünktlich zum Hallenschließzeitpunkt beendet werden, hastig umziehen, raus aus der Halle - daher diesmal nur ein Foto "in Zivil".