Nachdem das Hinspiel aufgrund von Absagen der Stockumer Schule erst im vierten Anlauf ausgeführt werden konnte, drohte das schon einige Zeit danach anstehende Rückspiel ebenfalls auszufallen. Der Gastgeber aus Voerde hatte zu seinem Trainingstag nur 2 Frauen zur Verfügung. Um weitere Verschiebungen zu vermeiden stimmte die Mixed I zu, dass das Spiel auch mit 2 Damen bestritten werden darf. Dies war wohl eher zum Vorteil des Gastgebers, der im Vergleich zum Hinspiel zwei weitere große Herren aufbieten konnte.
Aus Sicht der Osterfelder wäre so gegen den Tabellenführer nur bei einem optimalen Tag ein Sieg drin gewesen - leider war es aber das genaue Gegenteil eines optimalen Tages. Trotz der ordentlichen Tauschmöglichkeiten im Kader des Turnerbundes erwischte eigentlich jeder aus der Mannschaft einen schwachen Tag, so konnte Trainer Pfiff machen was er wollte - an diesem Tag gab es eine verdiente 0:3 Niederlage.
Im Heimspiel gegen den TV Bruckhausen waren dafür immerhin 2 Punkte drin.
Dazu muss man allerdings sagen, dass es mit ein wenig mehr Konstanz für eine glatten Sieg gereicht hätte, dementsprechend verließen Trainer und Team mit eher gemischten Gefühlen Freitags Abends die heimische Halle der THR.
Wie so oft in dieser Saison startete die Hobby I ein wenig verschlafen in den ersten Satz. Viele unnötige Eigenfehler und das ein oder andere Abstimmungsproblem in der ersten Satzhälfte dieses Auftaktes bescherten den Gästen aus Hünxe eine komfortable Führung, ohne das diese übermäßig Druck aufbauen mussten. Der Turnerbund Osterfeld fand zwar Stück für Stück besser in das Spiel hinein, aber die Aufholjagd in der zweiten Satzhälfte reichte nicht ganz - so hieß es knapp 24:26 aus Sicht der Gastgeber.
Trainer Pfiff verzichtete vorerst auf Wechsel, hatte die starting-six doch zumindest in der zweiten Satzhälfte ihr Potenzial gezeigt.
Und im zweiten Satz zeigte sich die Mannschaft auch von Anfang an konzentrierter und druckvoller. Ebenfalls war die Laufarbeit bzw. das Spiel ohne Ball jetzt auch auf Seiten der Osterfelder wesentlich dynamischer. So konnte man diesen Satz von Anfang an und durchweg mit einer sicheren Führung gestalten und schließlich auch zu Ende bringen (25:17).
Für den dritten Satz wurde aus dem komfortablen Personalpool positionsgerecht durchgewechselt. Leider führte dies vor allem in der Annahme zu massiven Problemen. Und dies lag nicht nur an den teils guten Aufschlägen der "Bruckies". Trotz frühen Auszeiten und der ein oder anderen Umstellung im Annahmeriegel, kam bei den Zuspielern wenig verwertbares an. Der Spielaufbau und die Verwertung waren insgesamt schwach und es kamen wieder vermehrt unnötige Eigenfehler hinzu - dies zog sich durch den gesamten Satz durch. Beispielhaft seien hier die vielen Aufschlagfehler genannt. Meist nach hart erkämpften Sideouts landete der eigene Aufschlag direkt im Netz - Geschenke die der TV Bruckhausen natürlich gerne angenommen hat und so recht deutlich den Satz für sich entschied (14:25).
Nach erneutem kleinen Personaltausch und klaren Anweisungen von Anfang an die Normalleistung wieder abzurufen, sah man eine scheinbar eine ausgewechselte Mannschaft auf Osterfelder Seite. In der genauen Umkehrung des Satzes Drei sorgte Mittelblocker Lutz Gieselmann mit einer starken Aufschlagserie von Beginn an für einen gehörigen Abstand zum Gast - nun war dieser zu frühen Auszeiten gezwungen. Zwar geht auch die schönste Aufschlagserie mal zu Ende, dennoch zeigte sich der Turnerbund viel bissiger und auch präziser und druckvoller als noch im vorhergegangen Satz. Trotz klarer Führung war bemerkenswert, dass jeder einzelne Punkt mit Einsatz und Konzentration angegangen wurde. Daher ging der Satz verdient und klar mit 25:6 an den Gastgeber.
Wer jetzt denkt, dass mit so viel Rückenwind der Tie-Break ein Selbstläufer wird, wandelt natürlich auf dem Holzweg. Zum einen hakte der TV Bruckhausen den letzten Satz gut ab und wehrte sich nach Kräften. Zum anderen versäumte es der TB Osterfeld mitunter etwas klarer wegzuziehen und ließ die ein oder andere erarbeitete Chance zu leichtfertig liegen. Dennoch hieß es am Ende 15:11 und damit 3:2 und 2 Punkte für die Tabelle.
Die Hobby I bleibt ein wenig die spielerische Wundertüte der Saison. Zuschauern wird zumindest meist eine gewisse Spannung geboten, wenn gefühlt vor jedem Satz im Hintergrund eine Schicksalsinstanz einen Würfel wirft nach der sich dann die Leistung der auf dem Feld stehenden Osterfelder bestimmt.