FC Augustdorf vs. TB Osterfeld 1:3 (25:23/19:25/19:25/21:25)

Auf dem Papier stand am vergangenen Samstag eine einfache Aufgabe für den Turnerbund auf dem Programm. Beim sieglosen Tabellenletzten in Augustdorf sollte dreifach gepunktet und damit die Chance auf den Klassenerhalt aufrecht erhalten werden. Am Samstag morgen kam dann etwas Unruhe auf. Libero Jens Reinelt und Mittelblocker Tim Willbrand meldeten sich akut erkrankt ab. Auf der Liberoposition fehlten aber auch die Alternativen. Der zweite Libero im Kader, Marco Beck, lag die ganze Woche schon flach und Mark Fischer, der auch schonmal aushilfsweise den Job des Annahmechefs übernommen hat, weilte planmäßig im Urlaub. "Das war in der Tat ein bisschen unglücklich. Jede Option war mit Abstrichen verbunden. Letztlich habe ich mich für Thomáz Santos als Libero entschieden, da er die ganze Woche im Training schon auf der Liberoposition aufgefüllt hat", erklärte Coach Markus Köster die Entscheidung für Santos.

Erwartungsgemäß startete sein Team dann auch etwas holprig ins Spiel. Der neu formierte Annahmeriegel fand überhaupt nicht ins Spiel, nur ca. jede neunte Annahme war statistisch positiv - dementsprechend zwei Annahmen im gesamten Satz. Als Folge des schlechten Spielaufbaus fanden auch die Angreifer der Gäste nur bedingt ins Spiel und taten sich schwer, Punkte zu erzielen. "Folgerichtig ging der erste Satz dann, wenn auch überraschend knapp, an Augustusdorf. Damit war ich natürlich überhaupt nicht zufrieden, aber das kann schonmal passieren bei so einer Neuformation. Wichtig ist es dann, angemessen zu reagieren und das Spiel zu drehen", so Köster.

Und die Reaktion des Turnerbunds folgte in den folgenden Sätzen. Die Außen Timmi Neufeld und Lukas Springer übernahmen Verantwortung in der Annahme und Abwehr, Springer spielte phasenweise eine Art zweiten Libero und ließ den Angriff völlig aus dem Fokus. Mit Erfolg: Die Defensivleistung stabilisierte sich merklich. In der Offensive fand dafür Pascal Ertner immer mehr seinen Rhythmus. Immer wieder nutzte er seine körperliche Überlegenheit aus und war für die Heimmannschaft nur schwer zu stoppen. Am Ende wurde er mit 18 Punkten Topscorer der Osterfelder. "Letztlich haben wir dann doch souverän gewinnen können. Es war sicherlich kein schönes Spiel, aber darum geht es auch nicht unbedingt immer", ordnete Köster das Spiel zusammenfassend ein.

Nach einem weiteren spielfreien Wochenende wartet nun der entscheidende Saisonendspurt auf den Turnerbund. Drei Spiele gegen relativ hoch platzierte Teams stehen noch an. Um den Klassenerhalt noch zu sichern, müssen Punkte her. "Es ist verdammt eng in der Liga. Wir haben auf dem Papier sicherlich eines der schwierigeren Restprogramme, aber bis auf Tabellenführer Spontent kann in der Liga jeder gegen jeden gewinnen und verlieren", zeigt sich Köster zuversichtlich.

Es spielten: Ertner, Grimm, Joneleit, Morandin, S. Köster, Neufeld, Reese, Santos, Sowa, Springer, Syrowiszka.